Zeitreise Synagoge zu Lübeck

1880 wurde die Synagoge von dem Lübecker Architekten F.H.A. Münzenberger in einem maurisch-byzantinischen Stil errichtet und durch den Rabbiner Salomon Carlebach eingeweiht. Danach diente sie den Juden Lübecks bis zur Reichskristallnacht. Wie alle Synagogen im Deutschen Reich wurde auch diese am 09. November 1938 geschändet, jedoch nicht angezündet,denn das Gebäude stand schon zum (erpressten) Verkauf an die Stadt bereit - vorgesehen für eine säkulare Nutzung. In den folgenden 3 Jahren verschwanden alle sakralen Merkmale im Äußeren und Inneren des Gebäudes wie dessen Straßenfassade samt Kuppel, Vorsynagoge, Thoraschrein und Wandbemalung. Jedoch führte die 1939 einsetzende Kriegswirtschaft zu Sparmaßnahmen. Dadurch blieben der verzierte Chorbogen, die Gurtbögen und die Gewölbeansätze, das farbige Oberlicht sowie die Frauenempore mit ihrem Ziergitter weitestgehend unversehrt.