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Aktuelles


- Tag des Offenen Denkmals
- Ministerin in der Lübecker Synagoge
- Zum Gedenken
- Der Vorstand Informiert
- Niemals vergessen Wir
- Buchenwald
- Wandalismus
- Die Benefiz-Konzerte
- Chanukka in Unserer Gemeinde
- Nein zu Antisemitismus
- Geschenke, Die Am Herzen Liegen

Tag des Offenen Denkmals


Frau Ministerin Prien

Am 9. September 2018 fand zum 25. Male deutschlandweit der Tag des Offenen Denkmals statt. Aus diesem Anlass wurden auch in Lübeck wieder zahlreiche Denkmale geöffnet.

Unsere Synagoge öffnete Ihre Türen für alle, die die Fortschritte der Sanierung sehen wollten.

Unter den Besuchern war auch der Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau, der im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Alexander Olschanski und Rabbiner Nathan Grinberg die schwierigen Zeiten unserer Geschichte, insbesondere der Brandanschlag auf die Synagoge durch Rechtsradikale im 1994, in Erinnerung gerufen hat.

Herr Lindenau wünscht der Jüdischen Gemeinde Lübeck Wohlstand und den baldigen Abschluss der Sanierung.




Das Dach ist dicht


Frau Ministerin Prien

Welterbe Heute ist die Lübecker Altstadt mit der Synagoge Teil des Welterbes der UNESCO. Den Besuch der Kulturministerin werten Alexander Olschanski und Mark Inger als Signal der Hoffnung.

„Diese Synagoge ist ein Ort des Erinnerns und zugleich ein Ort, in dem ein vielfältiges, modernes jüdisches Leben stattfindet“, sagte Karin Prien bei der Schawuotfeier und sicherte der Gemeinde die Unterstützung des Landes zu.

„Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, jüdisches Leben in Schleswig-Holstein noch mehr als bisher sichtbar zu machen, denn die jüdische Kultur ist ein Schatz, den wir hüten müssen“, sagte die Kulturministerin.




14.06.2018 – von Heike Linde-Lembke. Weiterlesen: www.juedische-allgemeinde.de



Ministerin feierte Schawuot-Fest in der Lübecker Synagoge



Frau Ministerin Prien

"Heute ist es wichtiger denn je, dass wir unsere Erinnerungskultur wachhalten.

Diese Synagoge ist ein Ort des Erinnerns und zugleich ein Ort, in dem ein vielfältiges, modernes jüdisches Leben stattfindet.

Ich empfinde es in aller Demut als ein großes Glück, dass Menschen jüdischen und christlichen Glaubens in der Lübecker Synagoge wieder gemeinsam Schawuot - ein hohes jüdisches Fest - feiern", sagte Kulturministerin Karin Prien am Mittwoch in Lübeck.

Ministerin Prien sagte der Gemeinde die Unterstützung der Landesregierung zu. Foto: Frank Peter



Weiterlesen hl-live.de



Zum Gedenken


Mit gemischten Gefühlen feiern wir den Tag des Kriegsendes. In diesen Tagen denken wir mit Freunde an den Sieg über das Naziregime, aber wir sind gleichzeitig traurig, weil der Krieg sehr viele Opfer brachte.

KapArcone

Am 3.Mai 2018, wie alljährlich, nahm die Delegation unserer Gemeinde an Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer der Schiffskatastrophe "Cap Arcona", "Thielbek" und "Deutschland" am 3.Mai 1945 teil.


KapArcone

Diese Schiffe mit KZ-Häftlingen an Bord wurden von Jagdbombern der britischen Luftwaffe angegriffen und in Brand gesetzt. Die Menschen, die sich ins Wasser retten wollten, wurden von der Luftwaffe und SS Soldaten erschossen.

Die deutschen Fangboote retteten nur die SS-Männer und die Schiffsmannschaft. Später haben die britischen Piloten erklärt, dass sie von der Anwesenheit der KZ-Häftlinge auf den Schiffen nichts wussten.

Bei der Gedenkfeier in Neustadt waren die Delegationen aus der Ukraine, aus Russland, Belgien, Frankreich und anderen Ländern vertreten.

Wir haben die Kränze niedergelegt. Rabbiner Nathan Grinberg hat das Kaddisch Gebet gelesen.


Danach kam unsere Delegation nach Lübeck zurück. Rabbiner Nathan Grinberg hat wieder das Kaddisch Gebet gelesen.

Sie äußerten auch die Empörung über den Vandalismus, der vor kurzem am jüdischen Friedhof in Moisling geschehen ist.

Alle gingen nach Hause mit der Gewissheit, dass diese Tragödie sich nicht mehr wiederholen wird.



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Der Vorstand Informiert


Sehr geehrte Gemeindemitglieder!

Der Vorstand und der Gemeinderat gratulieren allen zum vergangenen Purim und zu den Pessach Festen und bedanken sich bei allen, die uns bei der Organisation und Durchführung der Feste so viel unterstützt haben: Maryna Kozlova, Marharyta Charapennikava, Evgueni Chnaider, Lina Gruz, Nina Lubenska, Alla Prien, Iryna Granovska, Milena Tartakowski, Grigory Rosahatsky, Emil Haciyev, Stanislavs Baranovskis, Vladimir Zolotonog, Mikalai Kuzniatsov, Moisey Shifer, Irina Kanewski, Natalia Datschkina, unserer Tanzgruppe "Israelische Tänze" (Leiterin Frau Frida Schweiger) und unserem Chor "Haverim" (Leiterin Frau Halina Fedulina).

Zum fröhlichen Pessach Fest, das Fest der Befreiung von der Sklaverei, waren wir mit allen von uns anhängigen Beschlüssen fertig, die für den Anfang des vierten Abschnitts der Synagogen - Sanierung notwendig sind. Anfang März haben wir die schriftliche Entscheidung vom Vorstand der Possehl Stiftung über die Bewilligung und Überweisung von 1Million Euro für die Synagogen – Sanierung bekommen. Alle fehlenden Projektunterlagen sind schon überprüft und mit der Landesregierung vereinbart. Die Landesregierung muss noch 1,2 Mio Euro bewilligen. Am 28.03.2018 bekamen wir eine schriftliche Bestätigung von der Bundesregierung über ihre endgültige Vereinbarung des vierten Abschnitts der Synagogen – Sanierung und die Bewilligung weiterer 2,4 Mio Euro für die Synagogen – Sanierung. Alle Projektunterlagen wurden drei Mal geprüft: in GMHL, GMSH und in Berlin. So ist bei niemandem der geringste Zweifel an der Zweckmäßigkeit der Verwendung von den bewilligten Geldmitteln geblieben.

Deshalb kann man behaupten, dass wir die von uns abhängige und für die Sanierung notwendige Arbeit geschafft haben! Nun, nach dem Abschluss der Ausschreibung mit den Baufirmen, können die Bauarbeiten unverzüglich beginnen. Der Architekt und Projektleiter, Herr Thomas Schröder-Berkentien, ist der Meinung, dass er spätestens Ende Mai die Projektunterlagen fertiggestellt hat und mit Bauarbeiten beginnen kann. Wir hoffen also, dass die Bauarbeiten plangemäß weiter gehen können.

Dieses Rundschreiben erscheint kurz vor dem 9.Mai, - dem Siegestag. Ich gratuliere allen Veteranen des zweiten Weltkrieges zu diesem Gedenkdatum und wünsche Gesundheit und ein langes Leben! Unsere große Dankbarkeit für jene Heldentat, die jeder von Ihnen geleistet hat!

Mit besten Grüßen

Alexander Olschanski, der Vorstandsvorsitzender



Die Mitgliederversammlung vom 22.05.2016; 01.10.2017 hat die Satzung insgesamt neu gefasst.

Mehr als zwei Drittel der Versammlungsteilnehmer haben dafür gestimmt, Herrn O.Nakoshnyy aus der Gemeinde auszuschließen.




Young Nordic Filmmakers 2017 mit Heidemarie Kugler-Weiemann und Mark Inger


Video: https://youtu.be/4OdMzp9A7nE

Niemals vergessen Wir



Am 26. Juli fuhr das Jugendzentrum Nefesh nach Berlin. Zum Thema "Wir vergessen niemals" besuchten wir das Jüdische Museum. Auf zwei Etagen konnte man die Dauerausstellung und eine Sonderausstellung besichtigen. Das Museum befasst sich mit dem Thema "Judentum damals und heute". Und vor allem behandelt es das Thema "Drittes Reich" und den Holocaust. Die Jugendlichen konnten einen Teil ihrer Geschichte kennenlernen, die Geschichte des jüdisches Volkes.

Nach dem Besuch des Museums gab es eine Stadtrundfahrt auf einem Fahrrad mit 7 Plätzen- dem ConferenceBike. Die Endstation der Fahrt war das Holocaust-Mahnmal, wo wir der verstorbenen Juden der Hitler-Zeit gedachten.

Zusammenfassend diese Fahrt Spaß gemacht hat, uns näher zusammengebracht und gleichzeitig belehrt.

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir dankbar sein sollten, in einem Land leben zu können, wo viele Juden vor knapp 80 Jahren ermordet wurden. Wir sind ein Volk, welches vieles durchleben musste, vieles ertragen musste und dennoch überlebt hat. Unsere Stärke soll nur für Gutes genutzt werden!




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Buchenwald


Wir hatten so eine interessante Reise. Zwei Tage – vom 17. bis 19. Mai, verbrachten wir in Erfurt, und dann waren wir an einem jener Orte, die immer noch ein Schaudern auslösen ... in Buchenwald.


Buchenwald

Aber erst einmal alles der Reihe nach. Erfurt ist eine alte Stadt, die vor mehr als 1300 Jahren gegründet wurde. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die älteste Synagoge in Europa, die 1049 errichtet wurde. Heute befindet sich in der Synagoge ein Museum, in dem sehr seltene Exponate der jüdischen Geschichte ausgestellt werden, ebenso unbezahlbare Schätze, die vor kurzem bei der Rekonstruktion gefunden wurden. In der Nähe der Synagoge befindet sich eine Mikve, deren Restaurierung noch nicht beendet ist.


Buchenwald

Am nächsten Tag besuchten wir Buchenwald. Das ist ein Ort zum Trauern. In den Baracken starben Menschen, wurden erschossen oder verbrannt. Unter den über 56.000 Toten waren tausende von Juden. Wir haben den Ort der Baracke Nr.22 gefunden, wo jüdische Gefangene gehalten wurden.

Dort haben wir das Gedenken an sie im Rahmen einer Schweigeminute geehrt. Über diese tragischen und grausamen Ereignisse erinnert uns auch heute noch das Rohr des Krematoriums, welches das Territorium des Lagers überragt. Auf dem Eingangstor dieses gusseisernen Tores gibt es eine zynische Aufschrift "JEDEM DAS SEINE".


Buchenwald

Aber in diesem Fall hatten sich die Nazis verrechnet: Sie hatten geglaubt, dass sie das Recht hatten, über die Schicksale anderer Menschen zu entscheiden, aber sie schafften es nicht ihr eigenes Schicksal vorauszusehen. Insgesamt war die Fahrt gefüllt mit sehr unterschiedlichen Impressionen. Aber wir sind doch Juden, - bei uns finden Tränen und Lachen immer nebeneinander Platz.



Ein großes Dankeschön an Irina Olschanski, unsere Organisatorin und Reiseführerin. Sie hat uns mit sehr viel Elan und mit viel Geschick durch die Reise begleitet. Sie ist ein Profi!


Für diejenigen, die nicht mitgekommen sind, ‒ sehr schade, dass Sie nicht mit uns dabei waren...



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Grabsteine umgekippt - wer kann Hinweise geben?


Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe, weil auf dem jüdischen Friedhof im Stadtteil Moisling (Niendorfer Straße) mehrere Grabsteine umgekippt worden waren. Einige waren dadurch teilweise zerbrochen.
Wandalismus Wandalismus Wandalismus



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Die Benefiz-Konzerte der Goldfelds Schüler


Ein unvergessliches Musikereignis veranstaltete die Musikschule der Gemeinnützigen am 6.Februar im Audienzsaal des Rathauses: Die Geigen- und Klavierschüler von Vladislav und Vadim Goldfeld spielten ihr 15.Benefiz-Konzert, diesmal zugunsten der momentan sanierten Carlebach-Synagoge. Daher übernahm die Jüdische Gemeinde das Organisatorische.

Die Benefiz-Konzerte der Goldfelds Schüler gehören schon zum Kulturbild Lübecks, ihre Popularitätgrund ist das höchste Leistungsniveau der jungen Musiker, viele von denen eine Musikkarriere erzielen.

Die gut 90 Zuhörer spendeten schließlich für die Synagogesanierung insgesamt 960€.

Die Jüdische Gemeinde dankt innigst allen Akteuren dieses Ereignisses für Engagement und allen Gästen für ihre großzügige Spende!


Chanukka in Unserer Gemeinde


Chanukka

Nes Gadol Haja Haja Scham! "Ein Großes Wunder Ist Dort Geschehen"

Andere Chanukka-Bräuche

Chanukka ist primär ein häusliches Fest. An den Abenden versammeln sich die Familien mit Freunden zu ausgelassenen Festen. Gemeindefeiern sind üblich, die Kinder bekommen Geschenke und Süßigkeiten. Gegessen werden vor allem in Öl gebackene Speisen wie Krapfen (bzw. Berliner Pfannkuchen) (hebr. סופגניות Sufganiyyot) oder Latkes (Kartoffelpuffer) mit Apfelmus und saurer Sahne und weitere Spezialitäten der Jüdischen Küche.
Während der Chanukkatage erhalten Kinder Münzen geschenkt und werden ermutigt, einen Teil des Geldes für wohltätige Zwecke zu spenden (Zedaka).

Der bei einigen beliebte Brauch, zu Chanukka Gänsebraten zuzubereiten, wird mit dem anfallenden Fett begründet, das man ja auch in Leuchtern verbrennen kann.


Appell an Migranten: Nein zu Antisemitismus


merkel

Viele Flüchtlinge kommen aus Ländern, in denen die Feindschaft zu Israel und Antisemitismus offizielle Linie sind. Kanzlerin Merkel mahnt: Die Zuwanderung biete zwar viele Chancen, aber nur bei einer klaren Absage an solche Denkmuster.

Kanzlerin Angela Merkel hat von Migranten eine klare Absage an eine Diskriminierung von Minderheiten und an einen Antisemitismus gefordert. Die Zuwanderung aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen biete viele Chancen, wenn vermittelt werde, was die Deutschen unter Integration verstünden, sagte sie bei der Entgegennahme des Abraham-Geiger-Preises für Verdienste um das Judentum.

Häufig werde Antisemitismus und Hass auf Juden als Kritik an der israelischen Politik verschleiert, sagte Merkel und verwies auf Ausschreitungen bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Berlin. Sie nehme die Sorgen derjenigen sehr ernst, die wegen des Flüchtlingszustroms aus Ländern mit einer antisemitischen Staatsdoktrin fürchtete, dass der Judenhass in Deutschland wachse.

Schuster weist auf Sorgen der Juden in Deutschland hin

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sagte bei der Verleihung erneut, in den jüdischen Gemeinden gebe es eine berechtigte Sorge, die Flüchtlinge könnten die Judenfeindlichkeit mitbringen, die in ihren Heimatländern zum Alltag gehöre. Er hatte Merkel schon mehrfach vor einem Anwachsen eines "arabischstämmigen Antisemitismus" gewarnt. Zuletzt sprach er sich für eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus. Merkel lehnt dies ab.

Merkel erhielt die Auszeichnung vom Abraham-Geiger-Kolleg der Universität Potsdam. Es ist laut eigenen Angaben die erste akademische Ausbildungsstätte für Rabbiner und Kantoren in Deutschland seit dem Holocaust. Die Jury bezeichnete Merkel als "Garantin der Freiheit der Religionen in der modernen Gesellschaft". In Zeiten "des zunehmenden Antisemitismus in Deutschland und Europa" sei ihre "unverbrüchliche Solidarität Rückgrat des Vertrauens für die jüdische Gemeinschaft".


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Geschenke, Die Am Herzen Liegen



Liebe Freunde! Ich möchte Ihnen die freudige Nachricht überbringen, dass nach der Wiedereröffnung des Museums in unserer Gemeinde, die Ausstellung durch neue Exponate erweitert wird.
Geschenke


Vor kurzem hat der Vorstand ein Treffen mit Frau Gertruda Bartsch organisiert. Diese Frau schenkte unserer Gemeinde einige Gegenstände aus Silber, die große Bedeutung bei der Durchführung von jüdischen religiösen Ritualen haben. Bei diesem Treffen nahm auch Leonid Kogan, der Leiter unseres Museums, aktiv teil. Die Teilnahme war kein Zufall, denn Frau Bartsch hatte gebeten, ihr die Bedeutung dieser Gegenstände in der jüdischen Religion zu erklären.



Unter den silbernen Gegenständen, die wir erhalten haben, befanden sich Schatullen in verschiedenen Formen, welche für die Hawdala Zeremonie bestimmt sind.

Geschenke


Hawdala ( הַבְדָּלָה ), (hebräisch Trennung) ist ein religiöses Ritual, das am Samstagabend bei Nachteinbruch das Ende des Schabbats und den Beginn der neuen Woche kennzeichnet. Die Zeremonie wird auch am Ende von anderen Festtagen gefeiert.

Geschenke


Außerdem wurden unserer Gemeinde wunderschöne Thora-Lesehilfe ( די ) geschenkt.
Ein Geschenk zog besonders viel Aufmerksamkeit wegen seiner Einzigartigkeit auf sich: Es war ein antiker Silberring in Form eines Hauses. Der Wunsch, die Herkunft des Ringes zu erfahren, gab uns die Möglichkeit in die Welt der jüdischen Traditionen, insbesondere der jüdischen Trauringe einzutauchen. Es kam heraus, dass in der Antike die jungen Männer bei Hochzeitszeremonien die Bräute nicht einen, sondern zwei Ringe ansteckten. Wobei ein Ring nicht ganz gewöhnlich war, sondern die Form eines Hauses oder einer Festung hatte. Dieser traditionelle jüdische Verlobungsring hat nicht nur symbolische Gründe sondern auch eine tiefere Bedeutung.

Geschenke


Diese Ringe wurden als Familienreliquien von Generation zu Generation vererbt und waren als symbolisches Schmuckstück für den Bräutigam und die Braut sehr wichtig, weswegen der Ring in Häuschen Form mit den geschnitzten Fensterchen und hohen Türmchen unbedingt den Finger der Braut am Hochzeitstag schmückte. Denn es symbolisierte, dass nach der Eheschließung das junge Ehepaar alles gemeinsam besaß und unter einem Dach lebt.

Es wird auch vermutet, dass die Haus-Form auf dem Ring den zerstörten Tempel in Jerusalem symbolisierte.

Die Zerstörung des Tempels war ein Grund für den Anfang der Diaspora. Der Ring wurde auf den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt und zwar nur ein einziges Mal – am Hochzeitstag, da für das alltägliche Tragen war der Ring zu groß war. Danach wurde er in der Schatulle für die nächsten Generationen aufbewahrt. Die ärmeren Familien mieteten solche Ringe für nur einen Tag. Viele antike Schmuckstücke zur Verlobung haben nicht nur den ersten Besitzer überlebt, sondern wurden bei vielen Hochzeiten in den verschiedenen Epochen danach gebraucht. Die "Heger" waren für die Übergabe der Reliquie an den Nachfolger verantwortlich und führten besondere Tagebücher mit den Namen der Personen, die den Ring benutzt hatten.

Gewöhnlich wurden solche Ringe aus echtem Gold oder Platin hergestellt. Sie hatten keine Edelsteine als Schmuck, um die Reinheit und Liebe von zwei Menschen zu betonen.

Das älteste erhaltene Exemplar der jüdischen Verlobungsringe wurde im jüdischen Ghetto der Stadt Colmar, Ostfrankreich, gefunden und wurde auf das Jahr 1347 datiert.

Der Ring, den wir als Geschenk erhalten haben, wurde an einem späteren Zeitpunkt hergestellt. Sein Unterschied besteht darin, dass das Dach des Häuschens aufgemacht werden kann. Wenn man solche Ringe öffnet, kann man die freundlichen Weisheitsworte, am meisten "Masal Tov" ( טוב לזמ ), lesen.

Unsere Gemeinde bedankt sich ganz herzlich bei Frau Bartsch für ihre Geschenke, die wir mit Dankbarkeit und Freude angenommen haben.

Für uns sind solche Geschenke sehr wertvoll, weil sie uns u.a. daran erinnern, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.

A.Olschanski, S.Ciporuha, О.Nakoshnyy



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