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Aktuelles


- Der Vorstand Informiert
- Rosch ha Schana 5778
- Niemals vergessen Wir
- Buchenwald
- Wandalismus
- US Künstlers in die Synagoge
- Die Benefiz-Konzerte der Goldfelds Schüler
- Chanukka in Unserer Gemeinde
- Appell an Migranten: Nein zu Antisemitismus
- Geschenke, Die Am Herzen Liegen

Der Vorstand Informiert


Die Mitgliederversammlung vom 22.05.2016; 01.10.2017 hat die Satzung insgesamt neu gefasst.

Mehr als zwei Drittel der Versammlungsteilnehmer haben dafür gestimmt, Herrn O.Nakoshnyy aus der Gemeinde auszuschließen.




Young Nordic Filmmakers 2017 mit Heidemarie Kugler-Weiemann und Mark Inger


Video: https://youtu.be/4OdMzp9A7nE

Rosch ha Schana 5778



Am Abend des 20.September 2017 (29.Elul im jüdischen Kalender) kamen die Mitglieder unserer Gemeinde in die Synagoge, um den Anfang des Festes Rosch ha Schana, das jüdische Neue Jahr, zu feiern.
Die festliche Veranstaltung fand dieses Mal im Gebetsraum unserer z.Z. in Sanierung befindlichen Synagoge statt.

Synagoge Synagoge Synagoge


Zwischen zahlreichen Gäste waren die Kultursenatorin Kathrin Weiher, die Vertreterin der Possehl-Stiftung Lübeck Michaela Wilske, die Vertreter der „Michael-Haukohl-Stiftung“ (Förderung von Jugendlichen in Bildung, Erziehung und Sport) Eheleute Haukohl, der Anwalt der Gemeinde Andreas Schwartz, Architekt Thomas Schröder-Berkentien. Mit einer Begrüßungsrede wandte sich der Vorstandsvorsitzende unserer Gemeinde Alexander Olschanski an die Anwesenden.

Herr Nathan Grinberg, der regelmäßig G-ttesdienste durchführt, hat die feierlichen Gebete zum Rosch ha Schana gelesen. Danach konnte man das festliche Essen genießen.

Alle wünschten einander ein gutes und gesegnetes Jahr, Gesundheit und Wohlergehen!



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Niemals vergessen Wir



Am 26. Juli fuhr das Jugendzentrum Nefesh nach Berlin. Zum Thema "Wir vergessen niemals" besuchten wir das Jüdische Museum. Auf zwei Etagen konnte man die Dauerausstellung und eine Sonderausstellung besichtigen. Das Museum befasst sich mit dem Thema "Judentum damals und heute". Und vor allem behandelt es das Thema "Drittes Reich" und den Holocaust. Die Jugendlichen konnten einen Teil ihrer Geschichte kennenlernen, die Geschichte des jüdisches Volkes.

Nach dem Besuch des Museums gab es eine Stadtrundfahrt auf einem Fahrrad mit 7 Plätzen- dem ConferenceBike. Die Endstation der Fahrt war das Holocaust-Mahnmal, wo wir der verstorbenen Juden der Hitler-Zeit gedachten.

Zusammenfassend diese Fahrt Spaß gemacht hat, uns näher zusammengebracht und gleichzeitig belehrt.

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir dankbar sein sollten, in einem Land leben zu können, wo viele Juden vor knapp 80 Jahren ermordet wurden. Wir sind ein Volk, welches vieles durchleben musste, vieles ertragen musste und dennoch überlebt hat. Unsere Stärke soll nur für Gutes genutzt werden!


Synagoge Synagoge



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Buchenwald


Wir hatten so eine interessante Reise. Zwei Tage – vom 17. bis 19. Mai, verbrachten wir in Erfurt, und dann waren wir an einem jener Orte, die immer noch ein Schaudern auslösen ... in Buchenwald.


Buchenwald

Aber erst einmal alles der Reihe nach. Erfurt ist eine alte Stadt, die vor mehr als 1300 Jahren gegründet wurde. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die älteste Synagoge in Europa, die 1049 errichtet wurde. Heute befindet sich in der Synagoge ein Museum, in dem sehr seltene Exponate der jüdischen Geschichte ausgestellt werden, ebenso unbezahlbare Schätze, die vor kurzem bei der Rekonstruktion gefunden wurden. In der Nähe der Synagoge befindet sich eine Mikve, deren Restaurierung noch nicht beendet ist.


Buchenwald

Am nächsten Tag besuchten wir Buchenwald. Das ist ein Ort zum Trauern. In den Baracken starben Menschen, wurden erschossen oder verbrannt. Unter den über 56.000 Toten waren tausende von Juden. Wir haben den Ort der Baracke Nr.22 gefunden, wo jüdische Gefangene gehalten wurden.


Buchenwald

Dort haben wir das Gedenken an sie im Rahmen einer Schweigeminute geehrt. Über diese tragischen und grausamen Ereignisse erinnert uns auch heute noch das Rohr des Krematoriums, welches das Territorium des Lagers überragt. Auf dem Eingangstor dieses gusseisernen Tores gibt es eine zynische Aufschrift "JEDEM DAS SEINE".


Buchenwald

Aber in diesem Fall hatten sich die Nazis verrechnet: Sie hatten geglaubt, dass sie das Recht hatten, über die Schicksale anderer Menschen zu entscheiden, aber sie schafften es nicht ihr eigenes Schicksal vorauszusehen. Insgesamt war die Fahrt gefüllt mit sehr unterschiedlichen Impressionen. Aber wir sind doch Juden, - bei uns finden Tränen und Lachen immer nebeneinander Platz.



Ein großes Dankeschön an Irina Olschanski, unsere Organisatorin und Reiseführerin. Sie hat uns mit sehr viel Elan und mit viel Geschick durch die Reise begleitet. Sie ist ein Profi!


Für diejenigen, die nicht mitgekommen sind, ‒ sehr schade, dass Sie nicht mit uns dabei waren...



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Grabsteine umgekippt - wer kann Hinweise geben?


Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe, weil auf dem jüdischen Friedhof im Stadtteil Moisling (Niendorfer Straße) mehrere Grabsteine umgekippt worden waren. Einige waren dadurch teilweise zerbrochen.
Wandalismus Wandalismus Wandalismus



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Der US-amerikanische Künstler Ken Aptekar zu Besuch am jüdischen Gemeindezentrum Lübeck

Ken Aptekar



"09.02.2016: Zwei Tage nach der feierlichen Eröffnung der einzigartig-bedeutenden Ausstellung des US-amerikanischen Künstlers Ken Aptekar "Nachbarn" in der St.Annen-Kunsthalle, welche die unikal enge Nachbarschaft der christlichen, jüdischen und türkischen Gemeinden im Ägidienviertel Lübecks thematisiert, besucht der Künstler unsere Jüdische Gemeinde und das sanierende Gebäude der Synagoge. Ein Bericht über diesen bedeutenden Besuch kommt in Kürze hier.

Gemeindevorstand empfängt Ken im Musikraum des Gemeindezentrums. Projektleitende Architekt Thomas Schröder-Berkentien erzählt Ken samt Gemeindevorstand über die Synagoge-Sanierungsziele, über das zukünftige Architekturstil der Fassade, der Vorsynagoge, des Vorgartens, der Zaungitter - und begeistert damit alle Zuhörer!

Synagoge Synagoge

Führung durch die Sanierungsbaustelle Carlebach-Synagoge

Synagoge Synagoge
Synagoge Synagoge
Synagoge Chanukka

Zum Schluß besucht Ken den derzeitigen provisorischen Gebetsraum im Keller des Gemeindezentrums - 30 Stühle für die rund 300 praktizierenden Gemeindemitglieder - und äußert die Hoffnung, dass der Gebetsraum der Carlebach-Synagoge in absehbarer Zeit den lübecker Jüden zur Verfügung steht.

Synagoge Synagoge



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Die Benefiz-Konzerte der Goldfelds Schüler


Die Benefiz-Konzerte der Goldfelds Schüler

Ein unvergessliches Musikereignis veranstaltete die Musikschule der Gemeinnützigen am 6.Februar im Audienzsaal des Rathauses: Die Geigen- und Klavierschüler von Vladislav und Vadim Goldfeld spielten ihr 15.Benefiz-Konzert, diesmal zugunsten der momentan sanierten Carlebach-Synagoge. Daher übernahm die Jüdische Gemeinde das Organisatorische.

Die Benefiz-Konzerte der Goldfelds Schüler gehören schon zum Kulturbild Lübecks, ihre Popularitätgrund ist das höchste Leistungsniveau der jungen Musiker, viele von denen eine Musikkarriere erzielen.

Die gut 90 Zuhörer spendeten schließlich für die Synagogesanierung insgesamt 960€.

Die Jüdische Gemeinde dankt innigst allen Akteuren dieses Ereignisses für Engagement und allen Gästen für ihre großzügige Spende!


Chanukka in Unserer Gemeinde


Chanukka

Nes Gadol Haja Haja Scham! "Ein Großes Wunder Ist Dort Geschehen"

Andere Chanukka-Bräuche

Chanukka ist primär ein häusliches Fest. An den Abenden versammeln sich die Familien mit Freunden zu ausgelassenen Festen. Gemeindefeiern sind üblich, die Kinder bekommen Geschenke und Süßigkeiten. Gegessen werden vor allem in Öl gebackene Speisen wie Krapfen (bzw. Berliner Pfannkuchen) (hebr. סופגניות Sufganiyyot) oder Latkes (Kartoffelpuffer) mit Apfelmus und saurer Sahne und weitere Spezialitäten der Jüdischen Küche.
Während der Chanukkatage erhalten Kinder Münzen geschenkt und werden ermutigt, einen Teil des Geldes für wohltätige Zwecke zu spenden (Zedaka).

Der bei einigen beliebte Brauch, zu Chanukka Gänsebraten zuzubereiten, wird mit dem anfallenden Fett begründet, das man ja auch in Leuchtern verbrennen kann.


Appell an Migranten: Nein zu Antisemitismus


merkel

Viele Flüchtlinge kommen aus Ländern, in denen die Feindschaft zu Israel und Antisemitismus offizielle Linie sind. Kanzlerin Merkel mahnt: Die Zuwanderung biete zwar viele Chancen, aber nur bei einer klaren Absage an solche Denkmuster.

Kanzlerin Angela Merkel hat von Migranten eine klare Absage an eine Diskriminierung von Minderheiten und an einen Antisemitismus gefordert. Die Zuwanderung aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen biete viele Chancen, wenn vermittelt werde, was die Deutschen unter Integration verstünden, sagte sie bei der Entgegennahme des Abraham-Geiger-Preises für Verdienste um das Judentum.

Häufig werde Antisemitismus und Hass auf Juden als Kritik an der israelischen Politik verschleiert, sagte Merkel und verwies auf Ausschreitungen bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Berlin. Sie nehme die Sorgen derjenigen sehr ernst, die wegen des Flüchtlingszustroms aus Ländern mit einer antisemitischen Staatsdoktrin fürchtete, dass der Judenhass in Deutschland wachse.

Schuster weist auf Sorgen der Juden in Deutschland hin

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sagte bei der Verleihung erneut, in den jüdischen Gemeinden gebe es eine berechtigte Sorge, die Flüchtlinge könnten die Judenfeindlichkeit mitbringen, die in ihren Heimatländern zum Alltag gehöre. Er hatte Merkel schon mehrfach vor einem Anwachsen eines "arabischstämmigen Antisemitismus" gewarnt. Zuletzt sprach er sich für eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus. Merkel lehnt dies ab.

Merkel erhielt die Auszeichnung vom Abraham-Geiger-Kolleg der Universität Potsdam. Es ist laut eigenen Angaben die erste akademische Ausbildungsstätte für Rabbiner und Kantoren in Deutschland seit dem Holocaust. Die Jury bezeichnete Merkel als "Garantin der Freiheit der Religionen in der modernen Gesellschaft". In Zeiten "des zunehmenden Antisemitismus in Deutschland und Europa" sei ihre "unverbrüchliche Solidarität Rückgrat des Vertrauens für die jüdische Gemeinschaft".


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Geschenke, Die Am Herzen Liegen


FrauBartsch

Liebe Freunde! Ich möchte Ihnen die freudige Nachricht überbringen, dass nach der Wiedereröffnung des Museums in unserer Gemeinde, die Ausstellung durch neue Exponate erweitert wird.
Geschenke


Vor kurzem hat der Vorstand ein Treffen mit Frau Gertruda Bartsch organisiert. Diese Frau schenkte unserer Gemeinde einige Gegenstände aus Silber, die große Bedeutung bei der Durchführung von jüdischen religiösen Ritualen haben. Bei diesem Treffen nahm auch Leonid Kogan, der Leiter unseres Museums, aktiv teil. Die Teilnahme war kein Zufall, denn Frau Bartsch hatte gebeten, ihr die Bedeutung dieser Gegenstände in der jüdischen Religion zu erklären.



Unter den silbernen Gegenständen, die wir erhalten haben, befanden sich Schatullen in verschiedenen Formen, welche für die Hawdala Zeremonie bestimmt sind.

Geschenke


Hawdala ( הַבְדָּלָה ), (hebräisch Trennung) ist ein religiöses Ritual, das am Samstagabend bei Nachteinbruch das Ende des Schabbats und den Beginn der neuen Woche kennzeichnet. Die Zeremonie wird auch am Ende von anderen Festtagen gefeiert.

Geschenke


Außerdem wurden unserer Gemeinde wunderschöne Thora-Lesehilfe ( די ) geschenkt.
Ein Geschenk zog besonders viel Aufmerksamkeit wegen seiner Einzigartigkeit auf sich: Es war ein antiker Silberring in Form eines Hauses. Der Wunsch, die Herkunft des Ringes zu erfahren, gab uns die Möglichkeit in die Welt der jüdischen Traditionen, insbesondere der jüdischen Trauringe einzutauchen. Es kam heraus, dass in der Antike die jungen Männer bei Hochzeitszeremonien die Bräute nicht einen, sondern zwei Ringe ansteckten. Wobei ein Ring nicht ganz gewöhnlich war, sondern die Form eines Hauses oder einer Festung hatte. Dieser traditionelle jüdische Verlobungsring hat nicht nur symbolische Gründe sondern auch eine tiefere Bedeutung.

Geschenke


Diese Ringe wurden als Familienreliquien von Generation zu Generation vererbt und waren als symbolisches Schmuckstück für den Bräutigam und die Braut sehr wichtig, weswegen der Ring in Häuschen Form mit den geschnitzten Fensterchen und hohen Türmchen unbedingt den Finger der Braut am Hochzeitstag schmückte. Denn es symbolisierte, dass nach der Eheschließung das junge Ehepaar alles gemeinsam besaß und unter einem Dach lebt.

Es wird auch vermutet, dass die Haus-Form auf dem Ring den zerstörten Tempel in Jerusalem symbolisierte.

Die Zerstörung des Tempels war ein Grund für den Anfang der Diaspora. Der Ring wurde auf den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt und zwar nur ein einziges Mal – am Hochzeitstag, da für das alltägliche Tragen war der Ring zu groß war. Danach wurde er in der Schatulle für die nächsten Generationen aufbewahrt. Die ärmeren Familien mieteten solche Ringe für nur einen Tag. Viele antike Schmuckstücke zur Verlobung haben nicht nur den ersten Besitzer überlebt, sondern wurden bei vielen Hochzeiten in den verschiedenen Epochen danach gebraucht. Die "Heger" waren für die Übergabe der Reliquie an den Nachfolger verantwortlich und führten besondere Tagebücher mit den Namen der Personen, die den Ring benutzt hatten.

Gewöhnlich wurden solche Ringe aus echtem Gold oder Platin hergestellt. Sie hatten keine Edelsteine als Schmuck, um die Reinheit und Liebe von zwei Menschen zu betonen.

Das älteste erhaltene Exemplar der jüdischen Verlobungsringe wurde im jüdischen Ghetto der Stadt Colmar, Ostfrankreich, gefunden und wurde auf das Jahr 1347 datiert.

Der Ring, den wir als Geschenk erhalten haben, wurde an einem späteren Zeitpunkt hergestellt. Sein Unterschied besteht darin, dass das Dach des Häuschens aufgemacht werden kann. Wenn man solche Ringe öffnet, kann man die freundlichen Weisheitsworte, am meisten "Masal Tov" ( טוב לזמ ), lesen.

Unsere Gemeinde bedankt sich ganz herzlich bei Frau Bartsch für ihre Geschenke, die wir mit Dankbarkeit und Freude angenommen haben.

Für uns sind solche Geschenke sehr wertvoll, weil sie uns u.a. daran erinnern, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.

A.Olschanski, S.Ciporuha, О.Nakoshnyy



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